Von Santiago de Chile nach Isla de Chiloé

Unterwegs im Land der Kontraste – von Santiago bis in den „kleinen Süden“ (27.10. – 04.11.2014)

Im Oktober 2014 führte mich eine Reise ins schmale Land am Ende der Welt, nach Chile. In Santiago de Chile angekommen, stand als erstes eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Ich besuchte den bunten Obst- und Gemüsemarkt und schlenderte anschließend über den berühmten Fischmarkt Mercado Central. Als kleine Stärkung gönnte ich mir eine südamerikanische Spezialität, eine leckere Empanada und beobachte das geschäftige Markttreiben der Chilenen. Meine City Tour lotste mich weiter zum Plaza de Armas, dem Hauptplatz im Zentrum, mit seinen zahlreichen Straßenkünstlern. Einen wunderschönen Ausblick auf die Metropole und den umliegenden Andengipfel hatte ich dann schließlich vom Aussichtspunkt Cerro Santa Lucía.

Am nächsten Tag ging es in die Hafenstadt Valparaíso. Auf dem Weg zur Küste besuchte ich ein Weingut im Casablanca Valley. Nach dem Großstadtrummel genoss ich die Ruhe und die tolle Landschaft – bevor es anschließend weiter nach Valparaíso ging. Das historische Zentrum der Hafenstadt gehört zum UNESCO-Kulturerbe. Durch die vielen bunten Holzhäuser, den kolonialen Gebäuden und den Künstlern hat Valparaíso seinen ganz eigenen Charme. Auf die unzähligen Hügel der Stadt kommt man meist über kunterbunt bemalte Gassen und Treppen hinauf. Die etwas schnellere Alternative als zu Fuß, sind die nostalgischen Aufzüge, die den unteren Teil von Valparaíso mit dem oberen Teil verbinden. Diese ratternden Aufzüge sind ein absolutes Erlebnis für jeden Besucher der Stadt!

Ca. 80 Kilometer von Valparaíso entfernt, liegt das Fischerdörfchen Isla Negra, was vor allem wegen dem Museum des Dichters Pablo Neruda ein sehr lohnenswerter Abstecher ist. Die drei Häuser von Neruda veranschaulichen mit vielen Andenken und Sammlungen das Leben des Dichters. Die Audioguides sind für eine Führung durch das Areal sehr empfehlenswert und waren sogar in deutscher Sprache verfügbar!

Von der Küste flog ich weiter südlich in die Hauptstadt Temuco der Region Araukanien. Hier wechseln sich schneebedeckte Vulkane, grüne Seenlandschaften mit geheimnisvollen Urwäldern ab. Mein erster Ausflug in dieser Region führte mich zu den Lavahöhlen des Vulkans Villarrica. Die Höhlen mit einer Länge von 500 Metern entstanden beim Vulkanausbruch vor rund 2 Millionen Jahren. Zusammen mit meiner Gruppe und mit Helmen ausgerüstet, stapfte ich hinein in die Dunkelheit – in die Tiefen des Vulkans.

Nahe der hübschen Kleinstadt Pucón unternahm ich auch einen Ganztagesausflug zum Huerquehue Nationalpark. Hier wanderte ich zwischen Araukarien und Südbuchen vorbei an kleinen Flüssen, türkisfarbenen Lagunen und einen Wasserfall. Immer wieder hatte ich tolle Ausblicke auf die umliegenden schneebedeckten Gipfel.

Neben den vielen Vulkanen und Seen ist diese Region Chiles auch durch die Mapuche-Indianer gekennzeichnet. Ein Besuch des Cultural Museum Community Centres gab mit Musik- und Tanzeinlagen einen sehr guten Einblick in die Kultur des indigenen Volkes.

Die letzte Etappe meiner Reise brachte mich auf die wunderschöne grüne Isla de Chiloé. Der Archipel liegt bei Puerto Montt und besteht aus der großen Hauptinsel Chiloé und mehreren kleinen Inselchen. Die Inselgruppe ist recht abgeschieden und nur per Flug oder Fähre erreichbar. Diese Abgeschiedenheit vom Festland macht den etwas verschlafenen Charakter des Archipels aus. Hier findet man noch weitgehend unberührte Wildnis, saftige Landschaften und strohbedeckte Häuslein. In der Inselhauptstadt Castro habe ich noch viel Ursprüngliches entdeckt – zum Beispiel die hübschen bunten Häuser auf Stelzen, die sogenannten Palafitos.

Wer auf der Insel Chiloé eine erstklassige Unterkunft sucht, für den ist das Hotel Tierra Chiloé genau das Richtige. Das Hotel hat eine traumhafte Lage, das Personal ist top und es werden ausgezeichnete Ausflüge, wie z.B. Mountainbiken, Kajakfahren, Reiten etc. vom Hotel angeboten. Im „kleinen Süden“ endete meine Reise. Vom Flughafen Castro trat ich mein Heimreise an. Chile ist wirklich ein tolles Land mit vielen Facetten, was für jeden etwa bietet. Meine kurze Reise hat meine Reiselust erst so richtig geweckt, dieses faszinierende Land mit all seinen Kontrasten noch intensiver zu bereise. Also Chile – ich komme wieder. Hasta la próxima. Saludos!

Autorin: Katarina Konrad