Rapa Nui

Moai-Statuen auf der Osterinsel

Die Osterinsel (Isla de Pascua oder Rapa Nui) zählt zu den weltweit isoliertesten Inseln.

Der Rapa Nui Nationalpark zählt zum UNESCO Welterbe. Rapa Nui ist der polynesische Name der Osterinsel. 1888 fiel die Insel unter chilenisches Territorium.


Reiseangebote Chile

– Anzeigen –

– Anzeige –

Chile

Osterinsel – Rapa Nui (UNESCO)
4 Tage Reisebaustein ab 460 EUR

  • Polynesisches Flair inmitten des Pazifiks
  • Wanderungen umgeben von Moais
  • Bedeutende Kultstätten: Orongo, Ahu Akivi
– Anzeige –

Chile • Bolivien • Peru

Auf Fotosafari in den Andenstaaten
17 Tage Fotoreise mit Uwe Wasserthal ab 5690 EUR

  • Faszinierende Farbkontraste dreier Länder Südamerikas
  • Zauberhafte Inkastadt Machu Picchu (UNESCO) und ausreichend Zeit für großartige Aufnahmen
  • Flamingos und aktive Geysire in der Atacama-Wüste
– Anzeige –

Chile

Ojos del Salado (6893 m) – zum höchsten Vulkan der Erde
20 Tage Expeditionsreise ab 4990 EUR

  • Ojos del Salado (6893 m) über die Normalroute
  • 3 Akklimatisationsgipfel: Cerro Soquete (5410 m), Vulkan Lascar (5640 m) und Cerro Vicuñas (6067 m)
  • Einzigartiges Zelttrekking in der Atacama-Wüste

 

Beste Reisezeit

Moai-Statuen bei Nacht (CC BY by Anne Dirkse)

Moai-Statuen bei Nacht

Der Park befindet sich in warm subtropischem Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 19 °C im Winter und bei 24 °C im Sommer.
Als beste Reisezeit empfiehlt sich der Zeitraum September bis März. In diesen Monaten ist es auf relativ trocken und die Sonne scheint häufiger. In der anderen Hälfte des Jahres ist es auf der Insel verregneter.

 

Anreise und Touren

Karte der Osterinsel (CC BY-SA by Todd VerBee)Aufgrund der extremen geographischen Isolation könnte man meinen, dass nur unerschrockenen Reisende zur Osterinsel gelangen. Allerdings verfügt die Insel über den Flughafen Hanga Roa und der Tourismus ist Hauptwirtschaftszweig.

Dennoch gilt die Osterinsel mit einer Flugzeit von mindestens 5,5 h zum nächstgelegenen Kontinent, und einer eingeschränkten Route, als isolierter Ort. Die einzigen regelmäßigen Flüge mit LAN Airlines sind 1x täglich von/zu Santiago und 1x pro Woche nach Tahiti.

Man sollte sicher stellen, dass man sein Gepäck am Flughafen Santiago mindestens 1 h (besser 1,5 h) vor Abflug aufgibt und die Check-In Zeiten auf dem Flughafen Mataveri für seinen Rückflug einhält.

Da die Osterinsel relativ klein ist, kann man diese ziemlich einfach und schnell erkunden, auch wenn kein öffentlicher Nahverkehr vorhanden ist. Außer Taxen, die es zahlreich gibt und die preiswert sind.

Zu den beliebtesten Unternehmungen zählt der Besuch der archäologischen Stätten auf der Insel. Man benötigt mindestens zwei Tage um alles besuchen zu können. Daher ist es empfehlenswert drei Nächte auf der Insel zu bleiben.

Hanga Roa (CC BY-SA by Sitomon)

Hanga Roa

Es gibt auch die Möglichkeit einen Mietwagen, im Allgemeinen mit Allradantrieb, bei Autovermietungen in Hanga Roa zu bekommen. Allerdings sollte man beachten, dass diese nicht versichert sind, seitdem keine Versicherungen mehr auf der Insel angeboten werden. Ein Fahrzeug kann man auch nur gegen Garantie bekommen, also mit einer Kreditkarte oder einem Ausweis.

Man benötigt mindestens zwei Tage mit dem Auto, um alle Hauptsehenswürdigkeiten zu besichtigen. Es gibt auch einige Pensionen, die Fahrzeuge anbieten. Allerdings sollte man diese vor Nutzung immer auf mögliche Gebrauchsspuren (Kratzer etc.) absuchen und Fotos davon machen.
Zu empfehlen sind die Hauptagenturen Insular, Kia Koe Tour und Oceanic. Die Mietpreise sind generell ziemlich hoch, selbst bei den kleinsten Fahrzeugen, und beginnen bei etwa 60 € pro Tag und gehen bis 130 € und mehr für Premium Fahrzeuge.
Gerade weil die Insel relativ klein ist und man die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit besuchen kann, bietet es sich an, ein Auto zu nutzen.

Neben dem Auto kann man auch das Fahrrad nutzen und für ungefähr 10 € für 4 h mieten. Aber man sollte in den heißen Sommermonaten beachten, dass man durch die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit schnell erschöpft sein kann. Zwischen Juni und August ist wind- und regenschützender Kleidung sehr anzuraten.

 

Sehenswürdigkeiten

Die größte Attraktion der Osterinsel sind ohne Frage die Moai-Statuen, die es überall verteilt auf der Insel (hauptsächlich an der Küste) gibt.

Man sollte beachten, dass die Steinskulpturen und deren Plattformen (ahu) gesetzlich geschützt sind und diese unter keinen Umständen betreten werden dürfen. Es würde als überaus respektlos gelten und im Falle einer Beschädigung, auch ohne Absicht, zieht harte Bestrafungen mit sich – so unter anderem 10.000 US$ Geldstrafe bei Beschädigung.

Zwei außergewöhnliche Orte sind die Krater der erloschenen Vulkane Rano Kau und Rano Raraku. Letzterer lieferte das Gestein für die Steinskulpturen und man kann die verschiedenen Etappen der Herstellung, und halbfertige umherliegende Figuren anschauen.

 

Auf der Osterinsel gibt es zwei weiße Sandstrände. Anakena, im Norden, bietet einen ausgezeichneten Shorebreak (hohle direkt aufs Ufer brechende Welle) zum Bodysurfen. Der zweite Strand, genannt Ovahe, ist ein verstecktes Juwel östlich von Anakena. Dieser wunderschöne einsame Strand ist von atemberaubenden Klippen umgeben.

Wildpferde auf dem Vulkan Rano Raraku (CC BY by TravelingOtter)

Wildpferde

Einige Bereiche sind natürliche Erholungszonen für wiederaufgeforstete Bäume (Poike Halbinsel und Terevaka). Diese dürfen nur zu Fuß oder mit dem Pferd betreten werden, mit dem Auto ist es strengstens verboten.
Der Großteil der Westküste darf ebenfalls nicht mit dem Auto befahren werden, allerdings ist Wandern und Reiten erlaubt.

Sporttauchen und Schnorcheln sind sehr beliebt, auch wenn es in bestimmten Gebieten verboten ist (in der Nähe der Inselchen Motu Nui und Motu Iti). Es gibt Tauchzentren bei denen man Ausrüstung ausleihen kann und die Bootstouren zum Tauchen anbieten. Zu erwähnen sind: Atariki Rapa Nui, Orca und Mike Rapu Diving.

Höhle am Playa de Ovahe (CC BY-SA by travelwayoflife)

Ein ebenfalls faszinierender (und meist übersehener) Aspekt der Osterinsel ist das umfangreiche Höhlensystem. Neben den bekannten Höhlen, gibt es eine Vielzahl von Unbekannten, die auf abenteuerliche Weise erkundet werden können. Die meisten davon sind in der Nähe von Ana Kakenga zu finden.
Einige dieser Höhlen wurden allerdings als gefährlich eingestuft, da sie teilweise einsturzgefährdet sind, wie im Falle von Ana Te Pahu, die unter einer Straße verläuft. Außerdem sind viele der Höhlen sehr tief und Teil eines umfangreichen Höhlensystems. Man sollte diese deshalb immer nur mit äußerster Vorsicht und einer Taschenlampe betreten, da man sonst in absoluter Dunkelheit verloren gehen kann und den Weg nur in wenigen Fällen schnell wieder – oder gar nicht mehr – nach Draußen findet. Viele Höhlen sind auch sehr feucht und glitschig. Hinzu kommt das Risiko einer plötzlichen Überflutung des Systems durch starken Regen, sodass man auch davon böse überrascht werden kann. Man sollte sich also gut überlegen, ob man bestimmte Höhlen erkundet.

Ika kahaDas Nachtleben ist eher bescheiden und die Hauptattraktion bilden die polynesischen Tanzshows. Kari Kari auf der Hauptstraße, Vai Te Mihi in der Nähe des Friedhofs und das Restaurant Te Ra’ai außerhalb von Hanga Roa geben Vorführungen das ganze Jahr über (außer in der Ferienzeit und wenn auf anderen Festivals getanzt wird). In den Clubs Toroko und Piriti kann man sich unter Einheimische mischen.

 

Essen und Trinken

Zubereitetes Essen auf einem Erdofen (CC BY-Sa by Victorika)Restaurants gibt es vor allem auf der Hauptstraße und in der Nähe des Hafens in Hanga Roa. Traditionelles Essen besteht insbesondere aus Curanto und Tunu Ahi.

Den lokal angebotenen Thunfisch kann man an seinem weißen Fleisch erkennen und er ist sehr zu empfehlen. Man kann auch viele andere köstliche Meerestiere, wie Tintenfisch, probieren.

Curanto (CC BY by JCardinal18)

Eine noch sehr urtypische und traditionelle Zubereitung von Essen auf der Insel ist die auf einem Erdofen (umu).

Pisco Sour (CC BY-SA by Dtarazona)

Eine chilenische Trinkspezialität ist Pisco, ein Traubenschnaps, der aus fermentierten Weintrauben hergestellt wird. Pisco Sour ist ein Cocktail, bestehend aus Pisco, Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar mit Eis.