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Torres del Paine Nationalpark

Der Torres del Paine Nationalpark gehört zu den bekanntesten der insgesamt 36 Nationalparks in Chile. Er befindet sich im südlichen Patagonien um die Berggruppe Cordillera del Paine auf bis zu 3.000 Metern Höhe. Im Norden grenzt er an den argentinischen Los Glaciares Nationalpark . Der Name des Parks kommt aus der Sprache der Tehuelche-Indianer: „himmelblau“ (paine) und „Türme“ (Torres). Demnach bedeutet Torres del Paine bei den Ureinwohnern Patagoniens in etwa „Türme des blauen Himmels“ oder „Türme unter blauem Himmel“.

Mit strahlend blauem Himmel sollten Touristen dort aber nicht immer rechnen. Blau bezieht sich vielmehr auf tiefblaue See und Eisfelder sowie auf nadelartige Granitberge und Gletscher, die steil in den Himmel des UNESCO-Biosphärenreservats ragen.

Tiere, Natur und Landschaft im Torres del Paine

Große Teile des Nationalparks sind vergletschert. Er besteht aus Bergen, aber auch aus Fjorden, großen Seen, Sümpfen und Graslandschaften. Die sogenannten Torres del Paine bilden das Wahrzeichen des Parks. Hierbei handelt es sich um drei majestätische nadelartige Granitberge, die zwischen 2.600 und 2.850 m hoch sind. Der höchste Berg im Nationalpark ist der Cerro Paine Grande mit 3.050 m.

Aber neben der unbelebten hat es auch die blühende Natur in sich: Neben Tundragebieten findet der Besucher auch bunte Orchideen sowie weite Wälder aus Zypressen, Lenga- und Olivillo-Bäumen. In der riesigen grünen Pampa spazieren Pumas, Nandus und Guanakos, der Anden-Kondor zieht seine Bahnen. Die Vielfalt der Torres-Landschaft ist vor allem ihrer einzigartigen Lage geschuldet: Der Park liegt direkt zwischen dem Magellanischen subpolaren Wald und der Patagonischen Steppe.

Wandern und Trekking im Torres del Paine

Klettern, Trekking und Gletschertouren sind die beliebtesten Aktivitäten, die Wanderer aus aller Welt in den Torres ziehen. Je nach Kondition sind Tages- und Kurzwanderungen auf Rundwanderwegen (daily tours) oder Mehrtagteswanderungen (packages), in denen man auf meist Campingplätzen übernachtet, möglich.

Zu den mehrtätigen Torres-Touren gehört zweifelsohne der bekannte Circuit W TREKKING sowie der Circuit „O“. Der W-Trek beschreibt eine etwa 77 km lange, 5-tätige, w-förmige Wandertour durch den Torres del Paine, die an der Laguna Amarga (Unterkunft: Refugio Chileno) beginnt und am Vértice Grey Shelter endet. Zwischenstops legt man in Los Cuernos Shelter – Francés Valley/Paine Grande Shelter – Trekking Vértice Paine Grande Shelter/Grey Shelter ein.

Weitere Aktivitäten, die man auch mit weniger körperlicher Anstrengung unternehmen kann: Schiffstour auf dem Lago Grey zu den Gletschern, durch die Pampa-Reittouren, Fliegenfischen, Segeln, Reiten, Kajak fahren und Beobachtung der Tierwelt.

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Wetter, Klima und Reisezeit

Eine Redewandung besagt: Frag nie nach dem Wetter! Grundsätzlich sollte man auf jedes Reisewetter vorbereitet sein. Der peitschende Pazifikwind sorgt regelmäßig für viele Wolken und ständig wechselndes, größtenteils kaltes Wetter. Nicht wenig überraschend liegen die durchschnittlichen Sommer-Temperaturen bei 11 °C und im Winter bei etwa 1 °C.

Die Trekkingsaison dauert von Oktober bis Ende April, wobei der Park ganzjährig zu bereisen ist und auch im Winter seinen Charme hat. Die Torres Del Paine-Winter-Nebensaison dauert grundsätzlich von Mai bis Ende September, der südpatagonische Sommer von Dezember bis März.

Eintrittsgebühren im Torres del Paine

Für erwachsene Non-Residents (also Touristen bzw. Nicht-Chilenen) kostet der Eintritt in den Nationalpark in der Hauptsaison CLP 21.000  (ca. 29 Euro), Kinder kosten CLP 6.000 ( ca. 8 Euro).

Anreise und Touren im Torres del Paine

Lage- und Übersichtskarte des Torres
del Paine Nationalpark

Die nächstgelegene Stadt zum Torres del Paine ist Puerto Natales in 140 km Entfernung. Mit einem Auto bzw. Mietwagen kann man über die gut ausgebaute Verbindungsstraße von Puerto Natales in den Park gelangen.

Von Santiago de Chile aus gelangt man am schnellsten mit dem Flugzeug in etwa 3,5 Stunden nach Punta Arenas. Danach fährt man mit dem Auto oder bis gut 250 km weiter bis Puerto Natales.

Täglich fahren Busse von Puerto Natales aus in den Park (Dauer etwa 2 Stunden). Der Fahrplan ist von der Jahreszeit abhängig: im Zeitraum November bis Februar fährt der Bus 7:30 bzw. 14:30 Uhr los und man kommt 9:30 bzw. 16:30 Uhr am Eingang Laguna Amarga an. Von dort aus stehen Shuttle zur Verfügung, mit denen man in die Las Torres Region kommt, wo der „Base Of Las Torres“ Pfad beginnt.

Der Fahrtpreis hängt davon ab, wo man das Ticket bucht. Es gibt zwei Anbieter: „Maria Jose“ und „JBA“, wobei erstere stark beworben wird, letztere aber meist preisgünstiger ist. Ein Ticket kostet ca. 10.000 CLP (13 €).

Es gibt keine Direktbusse von El Calafate, aber viele Reiseveranstalter bieten Fahrten an. Somit kann man direkt von El Calafate zum Park gelangen und sogar an einem anderen Tag zurück fahren. Allerdings liegen hierfür die Fahrtpreise sehr viel höher: 80 US$ (70 €) für eine Rückfahrt, und weitere 40 US$ (35 €) wenn man erst am nächsten Tag zurück fährt.

Touren innerhalb des Parks
Ein Katamaran verkehrt zwischen Pudeto Jetty und Refugio Paine Grande mit etwa 30 Minuten Fahrtzeit. Ein Ticket für einen Weg kostet 30 US$ (27 €), die Rückfahrt 46 US$ (41 €).

Ein anderes Boot fährt zwischen dem Pier am Lago Grey und Refugio Grey. Man muss allerdings schon im Voraus buchen und eine Fahrt (die eine Stunde dauert) kostet rund 60 €. Eine dreistündige landschaftlich sehr schöne Bootstour wird für etwa 70 € (inkl. Transfer vom Hotel Lago Grey) angeboten und man kann den Grey Gletscher vom Wasser aus sehen.

Außerdem verkehrt ein Minivan zwischen der Bushaltesstelle Laguna Amarga des CONAF-Büros und der Hosteria Las Torres. Der Preis für eine Fahrt (20 Minuten) liegt bei rund 4 € (zu Fuß würde man 90 Minuten benötigen). Die restlichen Touren werden dann zu Fuß unternommen. Aber es gibt auch die Möglichkeiten zu reiten, was rund 60 € pro Person von der Hosteria Las Torres zum Camp Chileno kostet.

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