Kultur

TanzZwischen der Kultur in den Städten und auf dem Land gibt es große Unterschiede.
So spielt die Folklore mit traditionellen Tänzen, wie dem Nationaltanz Cueca eine wichtige Rolle in ländlichen Regionen und volkstümliche Kultur ist stark spanisch und araukanisch (von den Mapuche) geprägt. Die Lieder der sogenannten Payadores (Volkssänger), handeln meist von Liebe und Träumen.
Das Kunsthandwerk ist insbesondere von indianischen Einflüssen gekennzeichnet. Hergestellt werden so vor allem Web- und Töpferarbeiten sowie Schnitzereien. Eine wichtige Rolle auf dem Land spielen auch die Huasos, eine Art chilenischer Cowboy oder Gaucho. Diese sind auf fast allen Folklorefesten, und speziell beim chilenischen Rodeo, dabei.Die Stadtkultur ist kosmopolitischer geprägt.


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Fast 50 % der Chilenen lesen, laut einer Umfrage von 2008, nie oder fast nie. Grund dafür ist auch, dass die Bücher, aufgrund der geringen Auflagen sehr teuer sind. Außerdem hat sich der Buchmarkt nach der kulturellen Lähmung unter der Militärdiktatur nur langsam erholt.

 

Persönlichkeiten

Die moderne chilenische Kultur wurde unter anderem von folgenden herausragenden Persönlichkeiten geprägt:

Isabel Allende

Isabel Allende

Isabel Allende, die Nichte des früheren Präsidenten Salvador Allende, ist wohl die bekannteste zeitgenössische Schriftstellerin Chiles, mit international bekannten Romanen wie „Das Geisterhaus“, „Fortunas Tochter“ oder „Der unendliche Plan“.

Roberto Bolaño, Verfasser surrealistischer Lyrik und Prosa, ging nach dem Militärputsch 1973 ins Exil und starb 2003 in Barcelona.

 

 

Víctor Jara war ein politischer Sänger und zählt zu den großen Vertretern der Nueva canción (Neues Lied), einer breiten revolutionären künstlerischen Bewegung in ganz Südamerika. Er unterstützte Salvador Allende und wurde während des Militärputsches 1973 getötet.

Víctor Jaras Grab auf dem Cementerio General in Santiago

Víctor Jaras Grab in Santiago

Die Dichterin Gabriela Mistral schrieb in ihren Gedichten über Liebe, Tod und Hoffnung, nachdem ihr Geliebter Romelio Ureta Selbstmord begangen hatte.

Pablo Neruda war ein weltbekannter Dichter und Schriftsteller, und verfasste unter anderem Lyrik, die von sozialen und politischen Umständen aus der Zeit handelt.

Violeta Parra begründete die Nueva Canción Chilena, eine Bewegung und ein Genre der chilenischen Traditions- und Folkmusik mit starken politischen und sozialen Themen, während der 1960/70er in ganz Lateinamerika. Neben der Musik dichtete, malte und webte sie, und schuf Skulpturen. Viele chilenische und internationale Künstler haben ihre Werke interpretiert. Ihr bekanntestes Lied ist „Gracias a la vida“.

Die Gruppen Illapu, Inti Illimani und Quilapayún machten die Musik der „Nueva Canción Chilena“ weltbekannt. Sie mussten nach dem Militärputsch lange Jahre im Exil verbringen und haben ihr musikalisches Spektrum beständig erweitert.

Antonio Skármeta, Schriftsteller und Anhänger von Salvador Allende, verließ nach dem Militärputsch 1973 das Land und verfasste Romane und Erzählungen, die sich oft mit der Militärdiktatur befassten.

Der moderne chilenische Film beschäftigt sich ebenfalls oft mit der Zeit der Militärdiktatur von 1973 bis 1989. Zu den berühmtesten Regisseuren gehören Andrés Wood und Miguel Littín.

Roberto Matta war ein großer surrealistischer Maler des 20. Jahrhunderts und Freund von Salvador Dalí und Federico Garcia Lorca.

Claudio Arrau war einer der bedeutendsten chilenischen Pianisten und eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Seine Interpretation der Werke Beethovens, Schumanns und vieler anderer Komponisten des klassischen Repertoires setzen bis heute Maßstäbe.

Carmen Castillo ist eine bekannte chilenische Dokumentarfilmerin.

 

Sport

Estadio Nacional de Chile

Estadio Nacional de Chile

1962 fand in Chile die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Dabei erreichte die chilenische Nationalmannschaft den dritten Platz. Chile hat sich bisher 8x für die Weltmeisterschaft qualifiziert und steht in diesem Kriterium in Südamerika auf dem vierten Platz hinter Brasilien, Argentinien und Uruguay. Zu den nationalen Fußballlegenden zählen Ivan Zamorano, Marcelo Salas und unangefochten an der Spitze Elias Figueroa. Er gilt heute als einer der besten Abwehrspieler des letzten Jahrhunderts. Ebenfalls ist David Arellano zu erwähnen, der als Erfinder des Fallrückziehers (Spanisch: la chilena) gilt.

Neben Fußball spielen insbesondere Tennis, der Reitsport und das Segeln eine bedeutende Rolle.