Chile, Osterinsel

Osterinsel

Osterinsel auf der Weltkugel (CC BY-SA by Captain Blood)
Lage der Osterinsel im Pazifik

Geografisch gehören sie zu Polynesien, politisch zu Chile: Die Osterinsel liegt Luftlinie genau 3.762,86 Kilometer vor dem Festland von Chile, von Valparaiso aus entfernt. Chile-Reisende verbinden ihren Urlaub oft mit einem Abstecher auf die Osterinsel. Denn dort hat man das einzigartige Gefühl dass wirklich NICHTS um einen herum existiert.

Mit etwa 6.000 Einwohnern und einiges mehr an Touristen fühlt man sich zwar nicht unbedingt einsam, aber die Bewahrung der traditionellen Lebensweise, die sich die Inselbewohner zur Aufgabe gemacht haben, das Südseeflair und die seltsam anmutenden Steinfiguren lassen einen vermuten, dass im weiten Pazifik lange nichts kommt. Die nächstgelegene Inselgruppe sind die Pitcairninseln in 2.082 km westliche Entfernung, mit dem Schiffswrack der Bounty vor Adamstown in der Bounty Bay.

Sehenswertes und Ausflugsziele auf der Osterinsel

Die Osterinsel umrundet man in kurzer Zeit. Die längste Entfernung ist etwa 30 km breit, und zwar von Ost nach West. Bekannt ist die Insel vor allem wegen der monumentalen Steinstatuen, den Moai, die sich über die gesamte Insel verteilen und Teil einer frühzeitlichen Zeremonieanlage sind. Die ältesten Figuren sind bis zu 1.500 Jahre alt – stammen also aus dem 6. Jahrhundert nach Christus.

Auf dem Komplex Ahu Tahai bieten gleich fünf Moai traumhafte Fotomotive, besonders bei den abendlichen Sonnenuntergängen. Wer gern fotografiert, sollte man bevorzugt die Nebensaison zwischen April und November nutzen, wenn die Sehenswürdigkeiten nicht von Touristen überflutet sind.

In diesem Zusammenhang ist ein kleinerer Vulkankrater (Rano Raraku) interessant: Die monumentalen Moai-Steinfiguren wurden ursprünglich dort aus dem Fels geschlagen und dann über die Insel transportiert. Auf den Spuren der Rapanui gibt es einige Kultstätten zu entdecken:

  • Orongo auf dem südlichen Zipfel der Insel, einem erloschenen Vulkankrater (Rano Kau)
  • Ahu Tongariki: die größte Zeremonialplattform Polynesiens mit 15 imposanten Figuren; im Südosten der Insel
  • Ahu Akiwi mit fünf gut erhaltenen Standfiguren
Osterinsel (Karte der Osterinsel (CC BY-SA by Sting))
Übersichtskarte zu allen Orten auf der Osterinsel

Von Hanga Roa aus sind die genannten Kultstätten der Osterinsel gut zu Fuß zu erreichen. Die kleinste Moai-Figur misst 1,13 Meter und befindet sich im Osten der Osterinsel. Wer sich auf den Weg durch den Nationalpark Rapa Nui macht, sollte an festes Schuhwerk sowie Sonnenbrille und Sonnencreme denken. Eine gute Aussicht im Nationalpark bietet der Mount Terevaka, ein erloschener Vulkan, der mit 507 Metern die höchste Erhebung der Insel darstellt.

Im Hauptort Hanga Roa gibt es das Museo Anthropológico Sebastian Englert mit zahlreichen Zeugnissen der polynesischen Ureinwohner wie Kunstgegenständen und Schnitzereien. Neben dem botanischen Garten (Jardín Botánico Tau Kiani) lohnen noch die verwitterten Wandmalereien in der Höhle Ana Kai Tangata einen Besuch.

Anfang Februar findet für zwei Wochen das Tapati-Festival auf der Insel statt: Hier erleben Sie verschiedenste Folkloregruppen mit traditioneller Bemalung, bunten Kostümen und viel Musik und Tanz. Kulturell reizvoll ist weiterhin die katholische Kirche Iglesia Santa Cruz: Hier fließen Traditionen der Rapanui in die christliche Religion ein (Skulpturen im Kircheninneren sowie polynesische Gesänge im Gottesdienst).

In 3 Tagen Vulkankrater, Steinskulpturen, Traumbadestrand und ein Zeremonien-Dorf besuchen!

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Chile

Osterinsel – Rapa Nui (UNESCO)
4 Tage Kultur und Natur erleben

  • Polynesisches Flair inmitten des Pazifiks
  • Wanderungen umgeben von Moais
  • Bedeutende Kultstätten: Orongo, Ahu Akivi

Südseeromantik auf weißem Sand unter Kokospalmen? Baden ist nur am einzigen Strand der Insel möglich: Anakena an der Nordküste. Wer reinen Badeurlaub buchen möchte, wird auf der Osterinsel also nur bedingt fündig. Die Küste ist steinig und zerklüftet, und es existieren nur kleine Sandstrände an wenigen Stellen. An der Südwestspitze sowie im Osten ragen steile, bis zu 300 m hohe Kliffs empor.Taucher können die Unterwasserwelt vor der Osterinsel erkunden, während Aktivurlauber beim Surfen auf ihre Kosten kommen. Zudem können geführte Ausritte unternommen werden, bei denen Sie die ganze Schönheit der Insel entdecken.

Beste Reisezeit für die Osterinsel

Wann sollte man die Osterinsel idealerweise bereisen? Dank des subtropischen Klimas ist die Osterinsel ein Ganzjahresziel. Die Temperaturen sind infolge eines ständigen Windes relativ mild, ausgeprägte Jahreszeiten oder eine Regensaison gibt es nicht. Etwas wärmer und trockener sind meist die Monate zwischen November und April. Entsprechend ist von Dezember bis März Hochsaison auf der Insel. Besonders günstig ist daher der November, der neben dem Februar zu den trockensten Monaten zählt. Von tropischen Wirbelstürmen bleiben die Osterinseln verschont.

Für Wanderungen eignet sich der Zeitraum zwischen Oktober und Dezember sowie der März und April, von Ende Dezember bis Anfang März ist es bei Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius dafür zu warm. Besonders in der Zeit um das Tapati-Festival Anfang Februar erhöhen Hotels ihre Preise. Buchungen müssen bis zu einem halben Jahr im Voraus erfolgen.