Atacamawüste

Salzsee Atacamawüste

Lage Atacamawüste (CC BY-SA by cobaltcigs)

Lage Atacamawüste

Die Atacamawüste erstreckt sich entlang der Westküste Südamerikas zwischen den Städten Tacna im Süden Perus und Copiapo im Norden Chiles, über eine Distanz von rund 1.200 km. Von West nach Ost werden drei Längszonen unterschieden: Die Küstenkordillere, das Zwischental und das Andenmassiv.

Im zentralen Bereich der Wüste besteht schon seit 15 Mio. Jahren ein hyperarides Klima und sie ist damit eine der trockensten Landschaften der Erde. Es gibt Gebiete, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde.


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Klima

Satellitenbild der Atacamawüste in NordchileDie Atacama liegt im Regenschatten der Anden, was zu auftretenden trocken Ostwinden führt, die kein Niederschläge bringen. Hinzu kommt, dass der kalte Humboldtstrom Nahe der Küste die Entwicklung von Regenwolken verhindert, sodass (anders als weiter nördlich oder südlich) kein Regen fällt. Das kalte Meerwasser bedingt allerdings, dass die Atacama kühl ist und in Küstennähe oft Nebel auftreten. Durch die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño, kommt es im Abstand von etwa 6 bis 10 Jahren zu heftigen Niederschlägen, die für einen kurzen Zeitraum zum Erblühen der Wüste führen.

Im Jahresmittel fällt hier nur etwa ein Fünfzigstel der Regenmenge, die im Death Valley in den USA gemessen wird. Es gibt Wetterstationen in der Atacama, die in ihrer Geschichte nicht einen Tropfen Niederschlag verzeichnet haben. Außerdem herrschen große Temperaturunterschiede zwischen Tag (30 °C) und Nacht (-15 °C).

 

 

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Wissenschaftliche Nutzung

ALMA-Antennen und die Milchstraße im Hintergrund (CC BY by ESO/B. Tafreshi)

ALMA-Antennen

Aufgrund des extrem trockenen Wüstenklimas und der damit verbundenen klaren Sicht, sind mehrere große Sternwarten auf den Bergen in der Wüste errichtet worden. Die Sternwarten La Silla und Las Campanas liegen rund 50 km südlich von Vallenar. Auf dem Berg Cerro Paranal, 120 km südlich der Hafenstadt Antofagasta, hat die Europäische Südsternwarte (ESO) das „Paranal Observatorium“ errichtet. Weitere Teleskope sind das auf der Chajnantor Hochebene liegende „Atacama Large Millimeter Array“ (ALMA) und das „Atacama Pathfinder Experiment“. Weiterhin befindet sich auf dem Cerro Armazones derzeit mit dem „E-ELT“ eines der weltgrößten Teleskope in Bau.

Die USA nutzten die Atacamawüste auch zum Testen einiger ihrer Marssonden.

Das „Very Large Telescope“ der ESO am Paranal Observatorium (CC BY by ESO/H.H. Heyer)

Das „Very Large Telescope“ der ESO am Paranal Observatorium