Gesundheit

Torres del Paine

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren. Da sich die Gesundheitssituation immer schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten, Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.


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Vor der Reise

Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Darüber hinaus raten wir dringend zum Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird ist zwar gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei leicht Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen.
Auch dem Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten.

 

Impfungen

Bitte überprüfen Sie, ob sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin ist eine Impfung gegen Tollwut, Hepatitis A und gegebenenfalls gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.
Des Weiteren wird eine Gelbfieberimpfung bei Einreise aus einem Risikoland (wie Peru, Bolivien, Paraguay) auf die Osterinseln gefordert.
Chile ist kein Malariagebiet.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Und vergessen Sie nicht, Ihren Impfpass mit auf die Reise zu nehmen.

 

Während der Reise

Das Essen und Trinken kann fast immer problemlos genossen werden. Zur Vorsicht ist bei empfindlichen Mägen bei sehr preisgünstigen Angeboten zu raten, insbesondere bei Ständen auf der Straße. Man muss aber besonderes Pech haben, sich in solchen Fällen eine Lebensmittelvergiftung zu holen.
Ansonsten sind die größten gesundheitlichen Probleme in der Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und/oder ungewohntes Essen.
So kann man schon damit vorbeugen, indem man nur vor behandeltes, abgekochtes oder in Flaschen gekauftes Wasser trinkt (zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen, in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen, Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis), und gekochte oder richtig durchgebratene Speisen isst.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in vielen südamerikanischen Gegenden wesentlich höher als in Deutschland! So sollte man einen Hut und Sonnenbrille tragen. Außerdem empfiehlt sich, besonders im Hochgebirge (auch bei bewölktem Himmel), die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei empfindlicher Haut sogar von 50 und mehr.
Vergessen Sie nicht sich ganztägig und auch nachts gegen Mücken zu schützen.

 

Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Landesregionen Chiles und den damit verbunden großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab etwa 3.000 m Höhe Symptome der Höhenkrankheit auftreten können.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Das Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten hat auch keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann sicherlich Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome tatsächlich auftreten. In Chile ist die Anwendung von Coca-Blättern gegen leichte Höhenprobleme sehr weit verbreitet. Im gemäßigten Fall werden die Blätter mit heißem Wasser zum sogenannten Mate de Coca aufgegossen, welcher dann unter Zusatz von Zucker literweise getrunken werden kann. Als sozusagen verschärfte Form dieser Anwendung kann man es aber auch der einheimischen Landbevölkerung gleichtun und sich einige Coca-Blätter zusammen mit einer Art natürlichem Katalysator in den Mund stecken und diese stundenlang kauen. Dies ergibt eine wesentlich stärkere Wirkung und hilft tatsächlich gegen Kopfschmerzen und Unwohlsein, ist allerdings geschmacklich sehr gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus sollten beim gesunden Menschen keine weiteren Probleme entstehen. Die Anwendung von sogenannten „Höhenmitteln“, wie Diamox, ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass der Konsum von Coca-Blättern absolut ungefährlich und in Nordchile legal ist. Die Einfuhr der Blätter nach Deutschland ist allerdings verboten.


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