Patagonien

Torres del Paine Nationalpark

 

Lage Patagonien (CC BY-SA by Gi)

Patagonien ist eine sehr dünn besiedelte Region im südlichen Teil von Südamerika, die sich in Chile (überwiegend Westpatagonien) und Argentinien (größtenteils Ostpatagonien) befindet.

Der chilenische Teil Patagoniens umfasst die südlichen Regionen XIV, X, XI und XII. Die mittlere Bevölkerungsdichte liegt bei etwa zwei Einwohnern pro Quadratkilometer.
 

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Landschaft und Klima

Patagonien umfasst den südlichen Teil der Anden sowie (Halb)Wüsten, Steppen und Grasland, und wird an seinen beiden Küsten vom Pazifik im Westen und dem Atlantik im Osten umschlossen. Ansonsten ist die Landschaft überwiegend von steppenartigen Ebenen geprägt, den sogenannten Pampas in Argentinien. Im Süden befindet sich die subantarktische Inselregion Tierra del Fuego (Feuerland).

Valdivianischer Regenwald (CC BY by Cristofer)Der chilenische Teil ist vor allem durch das feuchte und kühle Klima der Westanden geprägt, und umfasst den sogenannten Valdivianischen Regenwald, der sich von der chilenischen Pazifikküste bis an den Rand der Andenkette zieht.

In den südlichen Patagonischen Anden befindet sich der Campo de Hielo Sur. Das Südpatagonische Eisfeld ist das größte Gletschergebiet Patagoniens und auf der Südhalbkugel außerhalb der Antarktis. Es liegt in Chile und Argentinien.
Der Eisschild gilt auch als das größte Süßwasserreservoir Südamerikas.

Südpatagonisches Eisfeld „Campo de Hielo Sur“

Südpatagonisches Eisfeld „Campo de Hielo Sur“

In Patagonien gibt es zwei international bekannte Nationalparks: den chilenischen Nationalpark Torres del Paine und den Los Glaciares Nationalpark auf argentinischer Seite.

 

Der Süden (Zona Sur)

Die Südküste von Chile mit vielen Inseln, Fjorden, Kanälen und verwinkelten HalbinselnWenngleich viele Seen in den Anden und Küstenregionen in Zentralchile vorzufinden sind, so zählt der Süden definitiv zum süßwasserreichsten Gebiet des Landes. In diesem Bereich speisen Hunderte Flüsse aus den Anden unzählige kleine und große klare türkisblaue Seen, die mit den schneebedeckten Anden ein einzigartiges Landschaftsbild bieten. Danach suchen sich die Stromschnellen, in Form von Wildwasserbahnen und Wasserfällen, weiter ihren Weg über das vulkanische Gestein der Anden bis in den naheliegenden Ozean.

Laguna Amarga im Torres del Paine Nationalpark in Patagonien

Der Süden gehört zu den regenreichsten Gebieten weltweit. Einer der feuchtesten Punkte ist Valdivia mit einer Jahresniederschlagsmenge von etwa 2.500 mm.

Die trockensten Sommermonate sind Januar und Februar. Die Temperaturen sind gemäßigt und liegen in Valdivia im Sommer bei durchschnittlich 17 °C, wobei sie im Winter auf 8 °C abfallen.

 

Der ferne Süden (Zona Austral)

Queulat Gletscher im Queulat NationalparkDer äußerste Süden Chiles ist überwiegend kalt und nass. Doch die atemberaubende Landschaft mit ihren vielen Kanäle, Fjorden, schneebedeckten Bergen, und Inseln aller Formen und Größen, lässt das ungemütliche Wetter schnell vergessen.
Punta Arenas ist mit etwa 125.000 Einwohnern die südlichste Großstadt der Welt. Die Temperaturen sind kälter als im Rest des Landes und liegen im Sommer bei durchschnittlich 11 °C und fallen im Winter auf 2,5 °C ab.

Über die weiten Gebiete dehnen sich vor allem Weideflächen mit Schafen aus. Ein anderer Wirtschaftszweig der Region ist die Gewinnung von Öl und Gas im Bereich um die Magellanstraße.
Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt, weil sie den Atlantik und Pazifik durch einen Kanal verbindet, und man somit die rauen offenen Gewässer von Kap Hoorn umfahren kann.

 

Flora und Fauna

Die saftig grüne Vegetation besteht vor allem aus vielen Farnen in den schattigen Gebieten. In einigen anderen gibt es sich noch Primärwälder mit sehr alten Bäumen und auf den weiten Flächen sind unzählige Wildblumen vorzufinden.

Charakteristische Vertreter der patagonischen Tierwelt sind das Guanako (eine Lamaart), der Nandu (ein flugunfähiger Vogel) und der Andenkondor. Die zahlreichen Seen Patagoniens bilden außerdem Heimat für Flamingos und zahlreiche andere Wasservögel.

In Chile sind außerdem noch der Südandenhirsch, der Chilenische Kondor (Andenkondor) und einige Exemplare des Chilenischen Pumas beheimatet.